Spurtreue und ein guter Gleichgewichtssinn waren an diesem 9. Februar die beiden wichtigsten Mittel zum Bezwingen der rund 27km langen ersten Vereinstour des Jahres. Unwissend über den Zustand der Strecke trafen sich immerhin 5 Mitglieder bei strahlend blauem Himmel in Tambach-Dietharz. Anfangs rollten wir noch sehr gemütlich die ersten Kilometer zur Schmalwassertalsperre und bis hinauf zur Staumauer. Schon hier deuteten vereinzelte Eis- und Schneefelder in den schattigen Bereichen auf die vor uns liegende Herausforderung. Nachdem der Stausee hinter uns lag führte uns der Weg weiter in Richtung Rennsteig. Die vereinzelten Schneefelder wuchsen nun mit jedem gefahrenen Meter weiter zusammen, bis schließlich eine kräftezehrende Schneedecke unter den Reifen knirschte. Einige hundert Meter vor dem Rennsteig bog die Gruppe rechts ab, rollte wieder einige Kilometer ins Tal, um schließlich an der Radlerausspanne eine erste größere Pause einzulegen. Nach einigen Schlucken heißem Tee und einigen Fotos ging es von hier aus wieder bergauf in Richtung Rennsteig. Dieser Teil der Strecke war anfangs noch sehr gut fahrbar, kostete aber durch den Schnee viel Kraft. Nach dem letzten längeren Anstieg flachte der Streckenverlauf ab. Damit verabschiedeten wir uns vom konditionell schwierigsten Part und begrüßten den technisch schwierigsten Teil. Im Sommer hätten die nächsten Kilometer auf der asphaltierten und mehreren Meter breiten Forststraße zum relaxten Rollen verleitet. Im Winter jedoch blieben von den Metern nur zwei jeweils ca. 20cm breite Spuren im Schnee übrig. In ihnen sammelt sich tagsüber Schmelzwasser welches in der Nacht zu einer spiegelglatten Eisfläche gefriert. Des Radfahrers Herausforderung besteht nun darin, innerhalb dieser Spuren zu Rollen und durch möglichst wenige Lenkbewegungen, Brems- oder Beschleunigungsmanöver jeden Kontakt zu den Kanten der Spur zu vermeiden. Da diese Bemühung in anbetracht des Untergrundes das ein oder andere Mal zum Scheitern verurteilt war, vollführte auf dieser Passage jeder der Biker seinen ganz eigenen Eiertanz, welcher hier und da durch besondere Stilblüten bestach. Der Laune der Anwesenden tat es aber keinen Abbruch, im Gegenteil, schon hier wurde klar, dass diese Tour den Begriff „Wintertour“ verdient hat. Vor uns lag nun nur noch ein letzter kleiner Anstieg über den wir nun endlich doch noch den Rennsteig am Fuße des Sperrhügels erreichten. Die am Rande der Wiese platzierte Hütte mit Sitzplätzen in der Sonne, kam für eine Brotzeit auf dem Gipfel wie gerufen. Nach der ausgiebigen Pause lag noch die Abfahrt über das Nesselberghaus zurück zum Startort vor den Fahrern. Bis zum ersten Teilziel, dem Nesselberghaus, beherrschte nun Schlamm das Streckenbild. Der Großteil der Fahrer nahm hier, innerhalb weniger hundert Meter, die Farbe des Untergrundes an, flächendeckend. Auf dem letzten Teil der Strecke, vom Nesselberg bis Tambach-Dietharz, kamen schlussendlich auch die Speedjunkies auf ihre Kosten.
Fazit: Eine anspruchsvolle und anstrengende Tour, welche nicht nur durch das perfekte Frühjahrswetter in Erinnerung bleibt. Es war eine würdige erste Vereinstour! |
news |
touren |
Tourenarchiv 2003-2008 24-Stunden-Tour 2010 Alle Infos jetzt online! Tourenkalender 2010 Alle Infos ab jetzt! |
vereinsdokumente |
kontakt |
RST Gotha e.V. Vereinssitz - Gotha (Postadresse auf Anfrage) kontakt@rst-gotha.de sponsoring@rst-gotha.de |